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Heinrich-Emanuel-Merck-Schule Darmstadt

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Ausbildung im dualen System

Ziele, Aufgaben und Perspektiven
Die Berufsschule vermittelt den Schülerinnen und Schülern unter Berücksichtigung der Anforderungen der Berufsausbild­ung eine berufliche Grund- und Fachbildung und allgemeine Lerninhalte. Damit befähigt sie zur Erfüllung der Aufgaben im Beruf sowie zur Mitgestaltung der Arbeitswelt und Gesell­schaft in sozialer und ökologischer Verantwortung.

Die technologischen und arbeitsorganisatorischen Veränder­ungen, sowie die Kunden- und Dienstleistungsorientierung in den industriellen und handwerklichen Unternehmen, hat un­mittelbare Auswirkungen auf die Facharbeit und die Qualifi­kation der Fachar­beiter. Neue Berufe werden geschaffen und bestehende neu geordnet. Die Berufsausbildung befindet sich dadurch in einem ständigen Wandel.

Von den heutigen Auszubildenden, dem Facharbeiter von morgen, wird dadurch ein hohes Maß an selbständigem und verantwortungsbewusstem Lernen und Arbeiten erwartet, insbesondere in der Auseinandersetzung und Verständigung mit anderen.
Eine solide Berufsausbildung gewährleistet diesen Kompe­tenzerwerb und bildet gleichzeitig die Grund­lage für Weiterqualifizierungen.


Aufnahmevoraussetzungen
Abschluss eines Ausbildungsvertrags mit einem Ausbildungs­betrieb nach dem Berufsbildungsgesetz. In der Regel wählen die Ausbildungs­betriebe bevorzugt engagierte Jugendliche mit gutem Haupt- oder mittlerem Bildungsab­schluss aus.

Moderne Facharbeitzeichnet sich heute durch die Arbeit an komplexen technischen Systemen, wachsende IT-Kompetenz, breite Aufgabenwahrnehmung, Selbstorganisation der Arbeit, Teamarbeit und Kommunikationskompetenz – auch in englischer Sprache - aus.

Zur Vermittlung dieser Kompetenzen orientiert sich die moderne Berufsausbildung im Betrieb und in der Berufs­schule an den Arbeitsschritten: infor­mieren, planen, entscheiden, ausführen, überprüfen und aus­werten. Die Auszubildenden bearbeiten Aufgabenstel­lungen, die sehr praxisnah die be­triebliche Realität berücksichtigen. Betriebliche Abläufe sollen erkannt und zur verantwortlichen Mitgestaltung der Arbeitswelt und Gesellschaft befähigt werden.

Warum ist eine Berufsausbildung mit der HEMS als dualem Partner mehr als nur die Vermittlung von Fachwissen?

Weil ...

  • weil wir eng mit den Ausbildungsbetrieben der Elektroindustrie und des Elektrohandwerks kooperieren.
  • die HEMS über eine moderne technische und pädagogische Ausstattung verfügt.
  • ein Unterricht durchgeführt wird, der sich an konkreten beruflichen Aufträgen und Projekten orientiert.
  • in speziell eingerichteten Labor-, PC-Schulungs- und inte­grierten Fachräumen an beruflichen Aufgabenstellungen gelernt wird.
  • die Abstimmung der Ausbildungsinhalte mit den Ausbild­ungsbetrieben sehr eng ist.
  • Studienfahrten und Exkursionen mit beruflichen Schwer­punkten und in Kombination mit einem spannenden Kultur­angebot stattfinden.
  • ein breites und differenziertes Sportangebot besteht.
  • der mittlere Bildungsabschluss und die Fachhochschulreife während der Berufsausbildung erlangt werden können.
  • Förderunterricht bei speziellen Unterrichtsproblemen angeboten wird.
  • das Fremdsprachenzertifikat in Englisch erworben werden kann.
  • ein Auslandsaufenthalt während der Berufsausbildung zum Ewerb internationaler Fachkompetenz in der Tschechischen Republik (Sokolnice, Pilsen) oder in Östereich (Wien, Eibiswald) möglich ist, dessen Programm mit den aktuellen Ausbild­ungsinhalten abgestimmt ist und von den Ausbildungs­betrieben unterstützt wird.
  • der europass der Europäischen Union durch die Teilnahme an einem EU-Austausch­projekt Erasmus+ erworben werden kann.

Kooperation in der Berufsausbildung

Der Arbeitskreis »Ausbilder und Lehrer« - Kooperation in der Ausbildung

Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen bilden seit 2003 in den neuen Elektroberufen aus. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht nicht mehr die Vermittlung von Einzelfertigkeiten, sondern die Entwicklung von Kompetenzen, die für die Bearbeitung von Kundenaufträgen erforderlich sind. Eine solche, an den beruflichen Arbeits- und betrieblichen Geschäftsprozessen orientierte Ausbildung gelingt umso besser, je intensiver Schulen und Betriebe miteinander kooperieren.

Seit 2005 werden regelmäßig praxisnahe Lernsituationen, die an der HEMS in enger Kooperation mit ihren betrieblichen Partnern implementiert sind, von den Auszubildenden der Berufe „Elektroniker für Betriebstechnik“ und „Elektroniker für Geräte und Systeme“ durchgeführt.

Lernortkooperation gehört zur Tradition der HEMS. Sie zeichnet sich aus durch inhaltliche, methodische und konzeptionell innovative Formen der Zusammenarbeit. Seit 1985 arbeiten wir eng mit den Ausbildungsbetrieben der Industrie im Kreis Darmstadt zusammen. Ziel der Zusammen­arbeit ist die Optimierung der betrieblichen und schulischen Ausbildung im dualen System. Dabei spielen die Aspekte Information, Koordination und Kooperation die entscheidende Rolle.

Arbeitskreis »Ausbilder und Lehrer« Industrieberufe (Abteilung 3)

Berufe:

■ Elektroniker/-in für Betriebstechnik: (2 Klassen → 2 Kooperationsgruppen)

■ Elektroniker/-in für Geräte und Systeme: (1 Klasse → 1 Kooperationsgruppe)

 

Zielsetzung:

■ Austausch von Informationen über die Lehr- und Ausbildungspläne sowie die Prüfungsanforderungen

■ Austausch von Informationen über die Kompetenzentwicklung der Auszubildenden

■ Absprachen zu den Ausbildungsinhalten und der zeitlichen Planung

■ Durchführung gemeinsamer Projekte, z.B. Europaprojekt Erasmus+

 

Seit der letzten Neuordnung der Elektroberufe im Jahr 2003 wurde die Zusammenarbeit verstärkt. Für jede Klasse in der Abteilung »Industrieberufe« gibt es nun eine Arbeitsgruppe »Ausbilder und Lehrer«. Diese Teams, die als Kooperationsgruppen bezeichnet werden, arbeiten über den gesamten Ausbildungszeitraum zusammen, tauschen Informationen aus, koordinieren das Vorgehen und setzen gemeinsame Ausbildungsvorhaben um. Ziel ist es, durch eine intensivierte Zusammenarbeit die Qualität der Ausbildung zu steigern und die Lernsituationen nah an der betrieblichen Praxis auszurichten.

An der HEMS wird im ersten Ausbildungsjahr ein Konzept von Lernsituationen umgesetzt, die schrittweise komplexer werden. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass die Auszubildenden an der Gestaltung der Lern- und Arbeitsprozesse mitwirken können.

Das Unterrichtskonzept, das an der HEMS Anwendung findet, kommt den Vorstellungen von Prof.-Dr. Felix Rauner „Vom Anfänger zum Experten“ sehr nahe: Aufgabenorientierung im 1. Ausbil­dungsjahr, Auftragsorientierung im 2. Jahr und Projektorientierung am Ende der Ausbildung. In dem Maße, wie die Sachkenntnis und Selbstständigkeit der Auszubildenden steigen, werden die Vorgaben und Impulse der Lehrer nachlassen und die Lern- und Arbeitsprozesse von den Auszubildenden zunehmend eigenständig organisiert und gestaltet.

Die Lernsituationen werden von den Kooperationsgruppe gemeinsam entwickelt. Von den Auszubildenden wird die Aufgabenstellung in Teams bearbeitet. Auf diese Weise können die Schüler nicht nur die entsprechenden fachlichen Fertigkeiten, sondern auch die nötigen Sozial- und Lernkompetenzen erwerben. Um der unter­schiedlichen Leistungsstärke der einzelnen Auszubildendengruppen gerecht zu werden, wird der Pflichtteil des Kundenauftrags um einen Erweiterungsauftrag ergänzt.

Erfolge beim Innovationswettbewerb des VhU

3. Gewinner des Innovationswettbewerbs 2011/12 des Unternehmehrverbands Südhessen
Thema: Eigenverantwortlichkeit und Innovationsfreude: Schüler machen Schule!

„Nicht nur Teamfähigkeit, Engagement oder Motivation gehören zu den heute so notwendigen Soft-Skills. Besonders Eigenverantwortlichkeit und innovatives Denken rücken immer mehr in den Fokus. Mit dem Innovationswettbewerb haben die Unternehmerverbände Südhessen diese Thematik nun in die südhessischen Schulen getragen“, sagt Dr. Albrecht Hallbauer, Vorsitzender der Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen von HESSENMETALL, anlässlich der Preisverleihung im Rahmen der Mitgliederversammlung am 14. März 2012 in der Orangerie in Darmstadt.

„Dieses Jahr konnten aufgrund der Aufgabenstellung gleich mehrere Themen miteinander verknüpft werden. Dies reichte von Nachhaltigkeit und sparsamen Energie- und Ressourcennutzung bis hin zur Gestaltung des Unterrichts, damit Schüler eigenverantwortlich und kreativ lernen“, so Hallbauer weiter. „Bringen die Schulabsolventen die nötigen Kompetenzen und Fähigkeiten mit, stehen ihnen gerade in der Technologieregion Südhessen alle Türen offen. Dies zu fördern, ist das Anliegen des Innovationswettbewerbs.“

Im Fokus standen Schulen, die mit ihrer Unterrichts- und Schulgestaltung Schüler zu Eigenverantwortlichkeit und Innovationskraft erziehen. Mit kreativem, selbstbestimmtem Lernen könne bei Schülern das notwendige Denken und Handeln gefördert werden, das die Ar­beitswelt von morgen dringend benötige.

Für ihr Projekt „Kooperatives Lernkonzept der Berufsschule und Berufsfachschule Elektrotechnik“ kam die Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, Darmstadt, auf den dritten Platz, der mit 1.000,00 EUR dotiert ist.
Mit Hilfe eines Kompetenzmodells und didaktisch aufbereiteter Lernaufgaben vermittelt  die Schule Auszubildenden der Berufsschule und Schülern der Berufsfachschule berufliches Grund- und Fachwissen und fördert mit berufstypischen Aufgaben deren Teilhabe an der Arbeitswelt und Mitwirkung an sozialen und ökologischen Themen.

 

Innovationspreis 2010 für das Lehrerteam der Industrie­klassen unserer Berufsschule

Stellvertretend für das Lehrerteam der Industrieklassen unserer Berufsschule nahm Schulleiter Kurt Kiesel zusammen mit dem zuständigen Abteilungsleiter Gerald Hubacek am 12.3.2010 den »Innovationspreis 2010« des südhessischen Unter­neh­mer­verbandes entgegen. Der mit 3000 € dotierte Preis wurde den Kollegen der Industrie­fach­klassen für ihre Verdienste um eine erfolgreiche Verknüpfung von theoretischem und prak­tischen Lernen in Unterrichtsprojekten im Rahmen ihres Lernfeldkonzeptes, die in enger Zusam­men­arbeit mit den Ausbildern der industriellen Ausbildungsbetriebe durchgeführt wurden, verliehen.

Weitere Informationen zu diesem Preis: Bericht des Darmstädter Echo vom 12.3.2010 über die Preisverleihung.

Stellvertretend für das Berufsschul-Lehrerteam der Industrieklassen nehmen Schulleiter Kurt Kiesel und Abteilungsleiter Gerald Hubacek den Innovationspreis 2009/10 entgegen (von rechts nach links).

 

 

Ausbildungsberufe der Elektroindustrie

 

Elektroniker für Geräte und Systeme
stellen Geräte und Komponenten her, nehmen sie in Betrieb und setzen diese instand.

Einsatzgebiete:
Informations- und Kommunikationstechnik, Medizinische Geräte, Mess- und Prüftechnik, Komponenten der Automatisierungstechnik

Elektroniker für Betriebstechnik
errichten und betreiben elektrische Anlagen und halten diese instand.

Einsatzgebiete:
Energieverteilungsanlagen und –netze, Gebäudeinstallationen, Produktionsanlagen,
Betriebsanlagen, Betriebsausrüstungen, Schalt- und Steueranlagen, Elektrotechnische Ausrüstungen

Elektroanlagenmonteure
führen Montagearbeiten und Installationen an Anlagen der Energiever­sorgung, Steuer- und Regelungstechnik sowie der Melde- und Beleuchtungstechnik durch.
(Ausbildungsdauer 3 Jahre, keine gestreckte Abschlussprüfung)

Einsatzgebiete:
Montagebaustellen, Produktionsanlagen, Schalt- und Steueranlagen, Beleuchtungs-
und Energieversorgungsanlagen

Industrielektriker
a) der Fachrichtung Betriebstechnik montieren elektrische Betriebsmittel und schließen sie an. Sie messen und analysieren elektrische Systeme und beurteilen deren Sicherheit. Zudem halten sie die Anlagen und Systeme instand.
b) der Fachrichtung Geräte und Systeme montieren elektrische Betriebsmittel und schließen sie an. Sie messen und analysieren elektrische Systeme und beurteilen deren Sicherheit. Zudem stellen sie die Geräte und Systeme her, indem sie Leitungen konfektionieren und Komponenten verbinden.

Einsatzgebiete:
a) Metall- und Elektroindustrie, Automobilindustrie, Anlagenbau, Energieversorgungsunternehmen
b) Elektroindustrie, Informationstechnik, Kommunikationstechnik

Industrieelektriker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Diese bundesweit geregelte 2-jährige Ausbildung wird in der Industrie in den o.g. Fachrichtungen angeboten.
Die Ausbildung zum Elektroniker der Fachrichtung Betriebstechnik oder der Fachrichtug Geräte und Systeme kann ggf. durch eine darauf aufbauende Ausbildung in der Elektroindustrie ergänzt werden.

 

 

Ausbildungsberufe des Elektrohandwerks

 

Elektroniker - Fachichtung Energie- und Gebäudetechnik
planen und installieren elektrotechnische Anlagen der Energieversorgung und Infrastruktur von Gebäuden. Diese montieren sie, nehmen sie in Betrieb und warten oder reparieren sie.

Einsatzgebiete:
Technische Gebäudeausrüstung, Beleuchtungs- und Signalanlagen, Facility-Management, Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen, Anlagen der Stromerzeugung z.B. Windenergieanlagen, Flughafenbetriebe, Krankenhäuser

Informationselektroniker
installieren und warten informationstechnische Systeme. Sie verkaufen und reparieren z.B. Geräte der Bild- und Tontechnik oder richten Geräte der Datentechnik ein. Daneben beraten und schulen sie Kunden.

Einsatzebiete:
Unterhaltungselektronik und Datentechnik, Büromaschinen, Computer- und Fernsehertechnik, Softwarehäuser, Rundfunkveranstalter, Elektroinstallation

Systemelektroniker
sind in der Entwicklung und Herstellung von Komponenten, Geräten und Systemen sowie im Service tätig.

Einsatzgebiete:
Mess-, Steuer- und Regelungseinrichtungen, elektrische Ausrüstungen, Maschinen und Anlagenbau, Herstellung und Reparatur von Büromaschinen, Computern, phono-, video- und medizintechnischen Geräten